12. September 2015

Herbstausfahrt 12.09.2015


Von schön bis sehr schön. 

Unsere Herbstausfahrt war nicht nur heiter, sondern schließlich auch sonnig.

Am frühen Morgen des 12.09.2015, als ich meine BMW R100RT für die Herbstausfahrt unseres Clubs aus der Garage hole, ist das Wetter gar nicht einladend für eine Oldtimerausfahrt, schon gar nicht für eine einspurige. 

Egal – es gibt ja bekanntlich kein schlechtes Wetter, sondern nur ungeeignete Kleidung. Regenschutz ist also an Bord. 

Nun aber schnell zur ersten Station – zum Frühstück in den Theresienhof in Hennersdorf. Wir haben in unserem Club ein unheimlich nettes Brauchtum: Wir treffen einander vor jeder Ausfahrt zu

einem ordentlichen Frühstück in unserem Clublokal. Kaffee, O-Saft, Wurst, Käse, Eier, Butter und Marmelade – liebe Grüße an die Veganer. Sukzessive trudeln die Fahrer und Beifahrer mit ihren Oldtimern ein und platzieren sich am Hauptplatz. 

In Summe versammeln sich insgesamt rund 20 Fahrzeuge, darunter auch drei Motorräder. Eigenartigerweise frühstücken wir drei nebeneinander  es muss wohl so etwas wie Stallgeruch unter Bikern geben. 

Nach der besprochenen Stärkung gibt es minutiös vorbereitete Roadbooks, wobei unser Obmann Edgar die Vorteile einer Heftung der Roadbooks auf der rechten Seite betont – haha sehr wichtig für die Biker ;o).

Letzte Instruktionen und alle laufen in würdevoll gealterter Le-Mans-Start-Manier zu ihren Fahrzeugen.

Noch ist die Reihenfolge egal, obwohl jedes Fahrzeug eine Nummer erhalten hat. Diese werden wir erst am Nachmittag benötigen. Mangels Orientierungssinnes und des Unvermögens, als Motorradfahrer das Roadbook zu nutzen, suche ich mir ein Platzerl nach jemandem, der die Tour kennt und hoffe, dass mich keine rote Ampel von diesem trennt. Der Tross setzt sich von Hennersdorf Richtung Münchendorf in Bewegung.

Natürlich kommen keine 20 Fahrzeuge über grüne Ampeln, schon gar nicht Oldies.

Also bilden sich Gruppen von fünf bis sieben Fahrzeugen.

In nach wie vor trübem Wetter geht es weiter über Trumau, Tattendorf, Günselsdorf, Teesdorf, Hirtenberg, Berndorf, über den Hals Richtung Pernitz, Gutenstein, über das Klostertal zum Gasthaus Denk „Zum Jörglhaus“. Mittlerweile hat sich die Wetterlage aufgehellt, und wir können in der Pause schon in der Sonne sitzen, die ersten Ausfälle und Pan­nen können da schon viel sonniger besprochen werden. Sind halt Oldies – die Fahrzeuge meine ich. 

Bei strahlendem Sonnenschein fahren wir durch das Höllental, über Hirschwang, Semmering nach Maria Schutz wo richtig geraten Mittagsrast gehalten wird. Und zwar im Gasthaus „Zum Auerhahn“. Dort hat schon vor 200 Jahren so manch müder Wanderer und Wallfahrer seine Pause eingelegt und sich an der beliebten, gut bürgerlichen Küche gestärkt.

Wieder einmal mit Energie geladen fahren wir weiter über Schottwien, entlang der B17 nach Neunkirchen, Bad Fischau, Sollenau und schließlich nach Biedermannsdorf. Mittlerweile sind wir Biker durchgeschwitzt, den Autofahrern wird es ähnlich ergangen sein, haben ja die wenigsten eine Klimaanlage an Oldie-Bord.

In Biedermannsdorf brauchen wir endlich die Startnummern, die wir zum Frühstück ausgefasst haben, denn wir nehmen in der vorgegeben Reihenfolge an der Veranstaltung „Oldtimer & Evergreens“ in Biedermannsdorf teil. Ebenfalls anwesend sind der Käferclub Laxenburg, der Harley Davidson Club (das sind die, bei denen offenbar ein funktionierender Auspuff verpönt ist) und die Traktorfreunde Biedermannsdorf.

Die Fahrzeuge, die Fahrer und Beifahrer werden vorgestellt und können an Sonderprüfungen teilnehmen. Ein schöner Tag klingt nach einer wunderschönen Ausfahrt mit knapp 200 traumhaften Kilometern in Biedermannsdorf aus.

Danke für die tolle Organisation an unseren Vizeobmann Albert Polasek und natürlich auch an seine Helfer Karl Zotter und Helmut Schnabel!

Bericht von Franz Bartmann

Fotos zur Verfügung gestellt von Herrn Ing. Peter Papazek

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