30. August 2018

Jubiläumsausfahrt 30.08.2018 - 02.09.2018


Wie gewohnt starteten wir unsere viertägige Jubiläumsausfahrt in das Salzkammergut mit einem gutbestückten Frühstück beim Dorfwirt „Theresienhof“. Um 8h45 war Abfahrt von Hennersdorf. Über A21 und A1 in Richtung Salzburg fuhr der Konvoi der 32 Fahrzeuge umfasste, zur Autobahnraststätte St. Pölten, wo noch einige Teilnehmer hinzu kamen. Weiter ging es auf der A1 bis zur Abfahrt St. Valentin wo wir einen Tankstopp einlegten. Danach fuhren wir auf der A1 weiter bis zur Abfahrt Vorchdorf. Am Tor zum Salzkammergut gelegen, ist das Motorradmuseum das Highlight unserer ersten Tagesetappe. Auf einem Rundweg in der Mansarde des Vierkanthofes werden aus fast 100 Jahren Motorradgeschichte, hauptsächlich der Marke BMW, über 150 Motorräder und Beiwagen ausgestellt. Das Ergebnis jahrzehntelanger Sammlerleidenschaft, wie uns Hr. Franz Amering zu Beginn der Führung mitteilte. Neben allen Modellen bis zur Neuzeit (Die BMW Sammlung ist von Beginn an bis zum Jahr 2000 lückenlos) finden sich auch zahlreiche Sondermodelle und Prototypen, Polizei- und Armeefahrzeuge. Mithilfe des Rennsportmuseums am Hockenheimring und privater Sammler in der Sonderausstellung „Legenden“ war eine umfassende Auswahl authentischer, historischer Rennmaschinen zu sehen. Sie erzählen eine Geschichte, die meist mit der, österreichischer Spitzenfahrer verbunden ist. Eine eigene Koje mit unrestaurierten Fahrzeugen lässt erahnen, welcher Aufwand hinter der liebevollen Wiederherstellung steht. Die Ausstellung wird untermalt von alten Werbetafeln, Tankstellen und vielen einzigartigen Accessoires zur Motorradgeschichte. Zum Mittagessen fuhren wir in die nahegelegene Hoftaverne Ziegelböck. Bereits seit Ende des 16. Jahrhunderts galt diese historische Hoftaverne als Hort ländlicher Gastlichkeit. Trotz aller Modernisierungen spürte man das traditionelle Ambiente des Hauses. Die weitere Fahrt ging über Gmunden, entlang des Traunsees über Ebensee, Bad Ischl und Strobl nach St. Wolfgang, genauer gesagt zum Ried 14, das zur Gemeinde St. Gilgen gehört. Ca. 16h40 Ankunft im Hotel Försterhof. Hier konnten, dank der hervorragenden Organisation, alle Teilnehmer der Jubiläumsausfahrt untergebracht werden. Einige machten noch einen Stadtbummel in St. Wolfgang. Bei einem gemeinsamen Abendessen, klang der erste Tag aus.

Am zweiten Tag stand zunächst eine Schiffsfahrt nach St. Gilgen am Plan. Nach dem Frühstück gingen wir zur Schiffsanlegestelle St. Wolfgang und um 9h10 legten wir ab. Trotz des Regenwetters war eine gute Stimmung an Bord und wir erreichten St. Gilgen gegen 9h55. Den einstündigen Aufenthalt nutzten wir zum Erkunden der kleinen, geschichtsträchtigen Stadt. Unübersehbar das Mozarthaus. Hier lebte die Schwester von Wolfgang Amadeus Mozart, genannt „Nannerl“ zwanzig Jahre lag. Um 11h legte unser Schiff ab und ging es ging zurück nach St. Wolfgang. Nach kurzem Aufenthalt im Hotel, starteten wir in Richtung Postalm. Gleich nach Strobl, auf der großzügig ausgebauten Bergstraße, erreichten wir die Postalm. Diese Mautstraße liegt in der Gemeinde Abtenau im Tennengau, auf 1.304 Metern über dem Meer. Mit ihrer 28,5 Kilometer langen Panoramastraße ist die Postalm das größte Almengebiet Österreichs. Mit einer Gesamtfläche von 42 Quadratkilometern ist die Postalm sogar das zweitgrößte zusammenhängende Almengebiet Europas. Auch hier war der Regen unser ständiger Begleiter. Mittagessen war im Restaurant Limbacherhof bestellt. Zurück ging es dann über Rigaus, Rußbach am Paß Gschgütt, Gosau, Gosauzwang, Steeg, Bad Goisern, Lauffen, Bad Ischl (einige machten einen Abstecher in die Innenstadt), Strobl, St. Wolfgang nach Ried zum Hotel Försterhof. Hier nahmen wir in gemütlicher Runde unser dreigängiges Abendessen ein.

Der dritte Tag begann wieder mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet im Hotel Försterhof. Um 9h30 starteten wir zum ersten Highlight des Tages. Über Strobl, St. Gilgen, erreichten wir den Ort Obertrum am See, auf der Südseite des Obertrumer Sees. Unser Ziel war die Trumer Privatbrauerei, die 1601 gegründet wurde. Vor Ort befanden sich einige Oldtimer, die wir natürlich bestaunten. Eine Führung mit Verkostung war für 11 Uhr 30 bestellt. Während der Wartezeit machten wir ein Gruppenfoto vor dem Hopfengarten. Trotzdem der Marktanteil in Österreich nicht einmal 1% beträgt, wird diese Brauerei mit vielen Auszeichnungen überhäuft. Im Rahmen der offenen Vergärung werden die bei der Gärung des Bieres entstehenden geschmacksschädlichen Stoffwechselprodukte wie Gerb- und Bitterstoffe aus dem Bier entfernt. Diese Methode ist arbeits- und kostenintensiv und wird nur noch in wenigen Brauereien angewandt, erklärte uns Hans Ortner fachkundig bei der Führung. Sogar die Biergläser sind ausgezeichnet und stehen im Museum of Modern Art in New York. Das Mittagsessen fand im Braugasthof Sigl statt, der sich unweit der Brauerei befindet. Es gab ausgezeichneten Schweinsbraten mit Knödel und Krautsalat - und natürlich Bier. Nur 5 Km weiter befand sich unser nächstes Ziel: Die Ferdinand Porsche Erlebniswelten in Mattsee. Hier hat sich Ing. Ernst Piëch, der Enkel des visionären Erfinders und Tüftlers Ferdinand Porsche, einen seiner größten Träume verwirklicht. Auf 4.500 Quadratmetern betrachteten wir die Automobil-Schönheiten vergangener Epochen. Im fahr(T)raum, wie das „Museum“ auch genannt wird, werden Meilenstein der Mobilität präsentiert, die Ferdinand Porsche von 1901 bis 1940 konstruiere - von der Kutsche bis hin zum Käfer. Alle Automobile sind noch fahrbereit.

Montag 8 Uhr, am vierten Tag unserer Jubiläumsausfahrt, Aufbruch zum letzten Programmpunkt. Über Strobl, Bad Ischl, und Bad Aussee nach Bad Mitterndorf. Nach Bezahlung der Mautgebühr starteten wir auf die Tauplitzalm. Die 10 km lange Alpenstraße führt von Bad Mitterndorf auf das Hochplateau. Die Tauplitzalm ist das größte Seenhochplateau Mitteleuropas und im steirischen Teil des Toten Gebirges gelegen. Es befinden sich hier sechs Bergseen auf 1600 bis 2000 Meter Seehöhe. Der gebuchte Bummelzug brachte uns vom Parkplatz Tauplitz-Alpenstraße bis in die Nähe des Steirerseebankerl, das wir dann zu Fuß erreichten. Leider war die Aussicht durch den stellenweise starken Nebel beeinträchtigt. Die Stimmung war trotzdem gut und der Bummelzug brachte uns zurück zum Berggasthof Hollaus. Ein dreigängiges Mittagessen erwartete uns. Der letzte Plausch und unser Obmann Edgar Varga hielt eine kurze Abschiedsrede über die gelungene Jubiläumsausfahrt 2018. Nun hieß es Abschiednehmen um die Heimfahrt in die eigene Garage anzutreten. Unser ganz besonderer Dank gilt Elfriede und Gerhard Müllner, die die Planung der 10-Jahres Jubiläumsausfahrt übernommen haben und unseren Obmann Edgar Varga für die reibungslose Durchführung.

Bericht und Fotos von Ing. Johann Spannraft


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